Die Amaryllis, auch als „Ritterstern“ bekannt, gehört neben dem Weihnachtskaktus zu den beliebtesten Zimmerpflanzen im Winter. Mit ihren großen, leuchtenden Blüten ist sie eine der beliebtesten Blumen in der Weihnachtszeit und sorgt auch in der kalten Jahreszeit für eine besondere Farbpracht und Leben in die Wohnung. Tut man seine Amaryllis pflegen, kann sie über viele Jahre immer wieder zu neuer Blüte gebracht werden. Doch damit die Pflanze Jahr für Jahr wieder prächtige Blüten zeigt, ist die richtige Pflege entscheidend.
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ToggleDie Pflege einer Amaryllis erfordert mehr als nur gelegentliches Gießen. Es geht um die richtige Vorbereitung beim Pflanzen, den idealen Standort, eine ausgewogene Düngung, und das richtige Überwintern. Vom Einpflanzen bis zur Pflege nach der Blüte gibt es einige Schritte, die dazu beitragen, dass die Amaryllis gesund bleibt und zur nächsten Blüte wieder erstrahlt. In diesem Artikel erfährst du das Wichtigste übers Amaryllis pflegen und wie du mit fünf essenziellen Tipps Fehler vermeiden kannst.
Amaryllis Pflege Kurzanleitung
- Erde: Durchlässige, nährstoffreiche Blumenerde verwenden.
- Standort: Heller, indirekter Standort während der Blüte. In der Ruhezeit kühl und dunkel.
- Gießen: In der Blütezeit regelmäßig gießen, aber Staunässe vermeiden. Während der Ruhezeit kaum gießen.
- Düngen: Während des Wachstums alle zwei Wochen düngen.
- Schneiden: Blütenstiele nach dem Verblühen entfernen, Blätter erst nach dem Vergilben abschneiden.
Tipp 1: Richtiges pflanzen
Die Amarylliszwiebel kann direkt gepflanzt werden. Wichtig dabei ist, die Zwiebel vorzubereiten und den richtigen Topf sowie die passende Erde auszuwählen, damit die Pflanze gut gedeiht und ihre prachtvolle Blüte entfaltet. Wenn sie nicht sofort eingepflanzt wird, sollte die Zwiebel an einem kühlen, dunklen Ort bei etwa 5° bis 12°C gelagert werden. Dies verhindert, dass die Zwiebel vorzeitig austreibt.
Wir beginnen damit, die Amarylliszwiebel vorzubereiten: Bevor sie in die Erde gesetzt wird, legst du die Zwiebel am besten etwa einen halben Tag lang mit den Wurzeln in Wasser. Dieses „Einweichen“ stimuliert die Bildung neuer Wurzeln und erleichtert das Einpflanzen.
Für das Einpflanzen der Amaryllis eignet sich normale Blumenerde oder eine spezielle Amaranth-Kokos-Blumenerde. Diese kann Feuchtigkeit gut speichern und unterstützt die Zwiebel im Wachstumsprozess. Wähle einen Topf, der nur wenig größer ist als die Zwiebel selbst, da Amarylliszwiebeln enge Verhältnisse bevorzugen. Der Topf sollte außerdem stabil und standfest sein, um später das Gewicht des hohen Stängels mit seinen großen Blüten problemlos tragen zu können ohne dabei umzukippen.
Achte beim Pflanzen darauf, dass die Zwiebel nur zu etwa zwei Dritteln in die Erde gesetzt wird. Der Hals der Zwiebel sollte oberhalb der Erdoberfläche bleiben, um Fäulnis zu vermeiden. Zu diesem Zeitpunkt ist normalerweise noch keine Bewässerung notwendig, da die Erde aus dem Sack bereits ausreichend Feuchtigkeit enthält.
Zusatztipp: Da die Zwiebel während des Wachstums allmählich schrumpft, ist es hilfreich, die Blumenerde um die Zwiebel ab und zu leicht anzudrücken, um ein stabiles Fundament für den Blütenstängel zu gewährleisten.
Tipp 2: Der richtige Standort
Der Standort ist ein wichtiger Faktor bei der Pflege einer Amaryllis. Die Pflanze bevorzugt im Winter eine warme, helle Umgebung ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein Platz an einem Fenster, das nicht nach Süden ausgerichtet ist, ist ideal. Die Blühdauer lässt sich verlängern, indem man während der Blütephase die Amaryllis an einem kühleren, aber hellen Platz stellt.
In der Wachstumsphase, also nach der Blüte, braucht die Amaryllis viel Licht, um ausreichend Energie für das kommende Jahr zu speichern. In der Ruhephase, die üblicherweise im Herbst eintritt, ist ein kühler, dunkler Standort notwendig, um der Zwiebel eine Erholung zu ermöglichen. Die Pflanze sollte dann trocken und kühl stehen, beispielsweise in einem unbeheizten Raum.
Tipp 3: Amaryllis gießen
Das Amaryllis Gießen erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl, da die Pflanze sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser schlecht verträgt. Während der Wachstums- und Blütephase ist ein regelmäßiges, mäßiges Gießen notwendig. Die Erde sollte leicht feucht, aber nicht nass sein. Gieße am besten von unten, damit die Zwiebel nicht durchnässt und Fäulnis entsteht.
In der Ruhephase braucht die Amaryllis hingegen fast kein Wasser. Sobald die Blätter welken, solltest du das Gießen reduzieren und schließlich komplett einstellen. Dies fördert die Bildung der neuen Blütenknospen und gibt der Zwiebel die nötige Zeit zur Regeneration. So kannst du sicherstellen, dass deine Amaryllis nach der Ruhephase kräftig austreibt und bald erneut erblüht.
Tipp 4: Amaryllis düngen
Für eine gesunde Entwicklung und kräftige Blüten ist das richtige Düngen sehr wichtig beim Amaryllis pflegen. Sobald die Blütezeit vorüber ist und die Amaryllis in die Wachstumsphase übergeht, benötigt die Pflanze regelmäßig Nährstoffe. Dünge alle zwei Wochen mit einem flüssigen Blumendünger oder einem speziellen Dünger für Zwiebelpflanzen.
Während der Ruhephase braucht die Pflanze keinen Dünger, da die Zwiebel die gespeicherte Energie nutzt. Mit der richtigen Pflege und Düngung entwickelt sich die Zwiebel kräftig und kann in der nächsten Blütephase ihre volle Pracht entfalten. Achte darauf, dass der Dünger kaliumbetont ist, um die Blütenbildung anzuregen und eine stabile Zwiebel zu fördern.
Tipp 5: Amaryllis schneiden - Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen
Nach der Blüte ist es wichtig, die Amaryllis richtig zurückzuschneiden und auf die Überwinterung vorzubereiten. Amaryllis schneiden bedeutet, die verblühten Stiele kurz oberhalb der Zwiebel zu entfernen. Die Blätter lässt man hingegen stehen, da sie der Zwiebel noch Nährstoffe zuführen.
Im Herbst tritt die Amaryllis in die Ruhephase ein. Dies ist entscheidend, um die Amaryllis überwintern und wieder zum Blühen bringen zu können. Reduziere die Wassergaben ab Spätsommer und stelle die Pflanze an einen kühlen, dunklen Ort, zum Beispiel in den Keller. Die Amaryllis benötigt etwa zwei Monate, um sich zu regenerieren.
Sobald du die Pflanze aus der Ruhephase holst, kannst du das Gießen langsam wieder aufnehmen. Bei richtiger Pflege werden sich bald erste Triebe zeigen, und die Amaryllis wird dich mit einer neuen Blütenpracht belohnen.
Zeitplan
Die Amaryllis entfaltet in dieser Zeit seine prachtvolle Blüte. Sie wird über den Untersetzer mäßig gegossen, um die Zwiebel trocken zu halten. Die Blüten bleiben länger frisch, wenn sie an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Ort bei etwa 18–20 °C aufgestellt werden.
Sobald die Blüten welken, schneide sie zusammen mit dem Blütenstiel ab, während der übrige Teil der Pflanze erhalten bleibt.
Erhöhe die Wassergaben und sorge für eine leicht wärmere Umgebungstemperatur. So wird das Wachstum der Blätter unterstützt.
Gib alle ein bis zwei Wochen Flüssigdünger ins Gießwasser und stelle die Amaryllis an einen halbschattigen Platz im Freien. Eine gute Versorgung mit Licht, Wasser und Nährstoffen ist jetzt entscheidend, da die Zwiebel bereits die Knospen für die nächste Blütezeit entwickelt.
Das Gießen langsam einstellen und die Blätter absterben lassen. Dies hilft der Pflanze, in die Ruhephase überzugehen.
Schneide das vertrocknete Laub ab und lagere die Zwiebel in trockener Erde bei etwa 15 °C. Ein kühler, dunkler Platz – zum Beispiel im Keller – ist ideal.
Setze die Zwiebel in frische Blumenerde, wobei sie zur Hälfte aus der Erde herausragt. Wenn die Pflanze Brutzwiebeln entwickelt hat, können diese jetzt abgenommen und separat eingepflanzt werden, um sie zu vermehren. Die jungen Zwiebeln benötigen jedoch noch einige Jahre, bis sie blühfähig sind.
Befeuchte die Erde leicht und stelle die Pflanze an einen hellen, warmen Ort. Wenn der neue Blütenstiel eine Höhe von etwa zehn Zentimetern erreicht hat, beginnst du mit dem wöchentlichen, mäßigen Gießen.
Tipp: Wenn du den Topf immer mal wieder um 180 Grad drehst, wächst der Blütenstiel gerade und krümmt sich nicht zum Licht.

